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	<title>Henryke &#187; Hebriden</title>
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	<description>Around the Sea in more than 80 days</description>
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		<title>Die grüne Insel</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 15:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Finn]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Logbucheintrag Nr. 008. Die südlichen Inneren Hebriden sehen wir bei schönstem Wetter und herrlichem Segelwind vorbeirauschen. Am Mittwoch, 29. Juli geht ein langer Schlag frühmorgens in Tobermory los, der uns am Abend nach gut zwölf Stunden auf dem Wasser und 84 Seemeilen in Rufweite der Lagavulin Distillery auf der Whiskyinsel Islay vor Anker bringt. Ab [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Logbucheintrag Nr. 008.</em></p>
<p>Die südlichen Inneren Hebriden sehen wir bei schönstem Wetter und herrlichem Segelwind vorbeirauschen. Am Mittwoch, 29. Juli geht ein langer Schlag frühmorgens in Tobermory los, der uns am Abend nach gut zwölf Stunden auf dem Wasser und 84 Seemeilen in Rufweite der Lagavulin Distillery auf der Whiskyinsel Islay vor Anker bringt.</p>
<p><span id="more-158"></span></p>
<p>Ab dem Ostausgang des Sound of Mull können wir segeln. Sonnenschein, eine schöne Brise und ein frischer Morgen bringen uns gut nach Südwesten voran. Neun Knoten laufen wir bei Vollzeug. In der Straße von Islay, gälisch gleichnamig der Destille Caol Ila mit exzellentem Malt, an der Ostseite bei Port Askaig gegenüber der Insel Jura müssen wir uns mit Maschinenhilfe den bis zu sechs Knoten Gegenstrom erwehren. Nach Passage des Leuchtfeuers am Südausgangs wird es ruhiger, der Wind dreht genau gegenan und die letzten Meilen bis zur Südspitze des Whisky-Mekkas mit seinen sieben aktiven Destillen laufen wir unter Motor. Wir entscheiden uns gegen das Anlaufen von Port Ellen und versuchen unser Glück in der malerischen, aber felsigen Bucht vor der Whiskybrennerei Lagavulin. Ob die Bucht der Destille ihren Namen gegeben hat oder andersherum, lässt sich nicht feststellen. Sicher ist aber, die Lage ist malerisch. Das Inlet mit Moorings direkt vor der Destille ist zu flach für uns und nach bangem Blick auf die nahen Steine unter unserem Kiel, die durch das klare Wasser blitzen, ankern wir etwas weiter draußen. Der rauchige und torfige Ledraig-Malt aus Tobermory hilft uns zu verkraften, dass wir Lagavulin leider nur aus der Ferne und nicht von innen werden sehen können. Aber eines ist sicher: Wir kommen wieder!</p>
<p>Nachts dreht der Wind auf Südost und damit genau auf unsere Ankerbucht ein. Der Ankerplatz ist ungemütlich schaukelig, längeres Liegen und ein Destilleriebesuch werden aufgegeben und bei trübem und regnerischem Wetter nehmen wir die Kreuz über den North Channel zur Irischen Insel in Angriff. Nach sauberer Querung des Verkehrstrennungsgebiets, Umfahren eines 270-Meter-Tankers, der kaum zu sehen, aber ganz nah vor uns im Dunst quert, stampfen wir bei Strom und bis über elf Knoten über Grund der irischen Nordküste entgegen. Die beeindruckende Steilküste Nordirlands bleibt im Dunst an Steuerbord und wir laufen abends die Bangor Marina östlich von Belfast an, um erstmals seit Norwegen wieder Frischwasser an Bord zu nehmen. Wir spülen die Tanks durch, nehmen uns des Algenproblems Steuerbord an und machen einen Landgang. Das Städtchen Bangor kommt uns jedoch lärmend und die Pubs wenig einladend vor, so dass wir uns entschließen, den Night Cap an Bord zu uns zu nehmen.</p>
<p>Nach morgendlichem Einkauf im lokalen Großsupermarkt und vergeblicher Suche nach Algenbekämpfern laufen wir am späten Vormittag bei mildem Sommerwetter und kräftigem Westwind nach Osten. Wir haben als Tagesziel die Isle of Man ausgeguckt, die der Nordwestküste Englands vorgelagert ist. Die gut 60 Meilen legen wir in sieben Stunden zurück. Die enge Durchfahrt an der Südküste zwischen dem Calf of Man und der Hauptinsel beschert uns einen wahnsinnigen Strom, so dass wir das Groß schnell wegnehmen. Auch unter Motor ist die enge Passage tückisch und reißt die Henryke mal in diese mal in jene Richtung. Kurz dahinter erwartet uns dann eine kabbelige See, da die Felsküste die heranrollende See reflektiert und uns wie ein Korken auf den Wellen tanzen lässt. Wir sind froh, Port St. Mary am Südostzipfel der Isle of Man mit stabilen Moorings und Schutz nach Westen und Norden zu erreichen. Der Ort sieht allerdings überhaupt nicht einladend aus. Nachdem wir uns dem neben uns liegenden Lifeboat an der Mooring bis auf wenige Meter nähern, verholen wir an einen Platz weiter außen und sagen den Landgang ab – eine gute Entscheidung, denn ein leckerer Lachs-Nudel-Auflauf am Abend und Basteln am Großsegel beschäftigen uns prächtig den ganzen Abend.</p>
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		<title>Stornoway (Isle of Lewis)</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 20:26:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Finn]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Logbucheintrag vom 25.07.2010 Stornoway ist Sitz der Küstenwache zwischen Ardnamurchan im Süden und Cape Wrath im Norden und mit Fährterminal und Flughafen ein richtiger kleiner Knotenpunkt in Schottlands Nordwesten. Richtige Fischerromantik kommt ob der rostigen und heruntergekommenen Boote im geschützten Innenhafen zunächst nicht auf. Wir stellen uns die Frage, wer auf diesen Seelenverkäufern arbeitet und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Logbucheintrag vom 25.07.2010</em></p>
<p>Stornoway ist Sitz der Küstenwache zwischen Ardnamurchan im Süden und Cape Wrath im Norden und mit Fährterminal und Flughafen ein richtiger kleiner Knotenpunkt in Schottlands Nordwesten. Richtige Fischerromantik kommt ob der rostigen und heruntergekommenen Boote im geschützten Innenhafen zunächst nicht auf.</p>
<p><span id="more-138"></span><br />
<!--More--><br />
Wir stellen uns die Frage, wer auf diesen Seelenverkäufern arbeitet und warum sie so aussehen, wie sie aussehen. Es sollte ein Leichtes sein, diesen seetüchtigen Schiffen ein wenig mehr Leben einzuhauchen. In einem ebensolchen Boot machen wir fest. Wir liegen im Päckchen neben einem heruntergekommenen Mini-Boot, dessen Eigner erklärt, er wolle heute noch auslaufen, was vermutlich sein Standardspruch ist, damit sich niemand neben ihn legt. Zwischen uns und ihm liegt noch eine recht neue Jeanneau, die verchartert werden soll. Ihr Zustand und die mangelnde Pflege zeugen jedoch nicht von großer Charteraktivität – und es ist Sommer, Hauptferienzeit und eigentlich die einzige Zeit im schottischen Jahr, zu der das Boot bewegt werden sollte. Stattdessen liegt es verlassen im Hafen.<br />
Stornoway selbst ist ein an diesem Samstag lebhaftes Örtchen. In der Stadt ist ordentlich was los, die „Lewis Pipes Band“ erfreut uns und viele Umstehende mit schottischen Dudelsackklängen und erhöht den Einkaufgenuss. Die Innenstadt versprüht sogar ein wenig kleinstädtisches Flair. Leider verkauft uns am Nachmittag keiner der Fischläden mehr Frischfisch. Die Stadt bereitet sich auf die Samstagabendaktivitäten vor. Aber auch der Fisch aus dem Fish’n’Chips-Laden – Haddock und Cod – macht einen frischen, knusprigen und mit den bewährten labberigen Pommes köstlichen Eindruck. Die Möwen finden das ebenfalls und umkreisen uns gierig.<br />
Nach Landgang und kurzer Einkehr in die „Lewis Bar“ am Hafen kehren wir aufs Schiff zurück, während die Dorfjugend in den umliegenden Kneipen das Wochenende besingt und befeiert. Allmählich und mit Blick auf das angestrahlte Schloss oberhalb des Hafens, schöner Hafenbeleuchtung und der aufziehenden Ruhe eines Fischerhafens können auch wir uns des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass wir es hier sehr angenehm finden.</p>
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		<title>Von den Orkneys auf die Hebriden</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 20:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Finn]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Logbucheintrag vom 25.07.2010 Nach der geglückten und in zweieinhalb Tagen auch recht zügigen Nordseeüberquerung geht es nun daran, sich auf den rauen Nordwesten Schottlands, die nördlichen Orkney-Inseln und die westlichen inneren und äußeren Hebriden zu freuen – und vorzubereiten. Das sonnige, aber kühle Wetter trägt dazu bei, dass es ein angenehmes Unterfangen zu werden verspricht. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Logbucheintrag vom 25.07.2010</em></p>
<p>Nach der geglückten und in zweieinhalb Tagen auch recht zügigen Nordseeüberquerung geht es nun daran, sich auf den rauen Nordwesten Schottlands, die nördlichen Orkney-Inseln und die westlichen inneren und äußeren Hebriden zu freuen – und vorzubereiten. Das sonnige, aber kühle Wetter trägt dazu bei, dass es ein angenehmes Unterfangen zu werden verspricht.<br />
<span id="more-132"></span><br />
Der Nachmittag des Donnerstags, 22. Juli, wird also genutzt, um kleinere und größere Bastelarbeiten durchzuführen. Nach unserer Ankunft am Nachmittag in der *Widewall Bay*, einer Bucht an der Westküste von S. Ronaldsay am Südausgang zu Scapa Flow in den südlichen Orkney-Inseln, gestalten wir den Rest des Tages mit Bastelei.</p>
<p>Beim Ankermanöver war uns eine Maschinenschraube harmlos neben der Ankerkette liegend aufgefallen, die dort eigentlich nicht hingehört. Ihre tatsächliche Verwendung erschloss sich erst später nach einigem Suchen: Sie hätte den Furler der Genua nach unten sichern sollen. Da sie das nicht mehr tat, hatte sich der Furler von der Vorstaghalterung gelöst, war nach oben gerutscht, hatte das Rollprofil verbogen, das sich ebenfalls seiner Verschraubung entledigt hatte.<br />
Die Erkenntnis zwang uns zunächst zum Genuawechsel, da sich der Hals an der scharfen Furleroberseite aufgescheuert hatte. Mit Feile und Hammer ließ sich das Profil dazu bewegen, sich wieder im Furler verankern zu lassen. Ärgerlich, reparierbar und daher nur Grund zur Aufmerksamkeit, nicht zur Sorge. Nun ist die Werks-Genau angeschlagen, die sich seither außer hoch am Wind als solide herausgestellt hat.<br />
Am Morgen des Freitag, 23. Juli entscheidet sich Uwe, Meno mithilfe der Ankerwinsch bereits um 05.15 Uhr aus dem Bock zu jagen. Da seit heute imperiale Ortszeit an Bord gilt, der Körper aber noch auf kontinentaler Zeit läuft, wird die Frühe des herrlichen Sonnenmorgens zur Abfahrt genutzt. Unter Groß und Genau geht es nach Südwesten über den auch heute ruhig vor uns liegenden Pentland Firth in Richtung Cape Wrath. Der Strom von teils mehr als vier Knoten setzt uns jedoch erheblich zu, so dass wir Maschinenunterstützung brauchen, um voranzukommen.<br />
Den Leuchtturm von Cape Wrath umfahren wir am frühen Nachmittag. Er liegt in der gleißenden Sonne bei herrlicher blauer See mit kleinen weißen Schaumkronen herrlich leuchtend und stolz über der mächtigen wettergegerbten Steilküste. Der Wind dreht uns hinter dem Kap auf die Nase.</p>
<p>Wir motoren die verbleibenden Meilen bis zur ersten Bucht an der Nordwestküste: Loch Inchard. In Camus Blair, einer kleinen Bucht gegenüber dem etwas traurigen Häfchen Kinlochbervie finden wir den ruhigen Ankerplatz für die Nacht. Uns eint die freudige Erkenntnis, dass man in diesen Breiten „Empfehlungen“ der gängigen Hafenhandbücher zu schönen Ankerbuchten gefahrlos folgen kann: Anders als im Mittelmeer trifft man dort nicht die schon vor Anker liegende Flotilla vor!<br />
In der Abendruhe bei herrlichem Sonnenschein und einem Regenbogen über der heranziehenden Warmfront versucht Meno sein Anglerglück. Ohne Rute, aber mit Pose und Speck am Haken machen sich sogleich ein paar kleinere Meeresbewohner über das ungewohnte Nahrungsangebot her. Die Pose wankt und wackelt, zuckt und geht unter, aber kein Fisch will sich mithilfe des Hakens an die Oberfläche locken lassen. Wir lassen den Abend nach gutem Essen bei Malt ausklingen.<br />
Auch der Samstag beginnt wieder mit dem bereits einstudierten Ritual der Nachtruhebeendigung durch Ankerwindenbenutzung. Die Überfahrt bei mäßigem Westwind, aber ob der harmlosen Warmfront ohne Regen. Der Anlieger in Richtung Stornoway auf der Isle of Lewis ist bei kurzer steiler Welle etwas unangenehm. Wir probieren verschiedene Segeleinstellungen aus, aber erst im Schutz der Küste von Lewis wird die See etwas ruhiger. Dafür frischt der Wind auf gute 5 Bft. auf und wir rauschen an die felsige Ansteuerung vor Stornoway zu. Hinter der nach Süden offenen Hafeneinfahrt liegt der Fischer- und Fährhafen Stornoway geschützt und ruhig vor uns.</p>
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