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	<title>Henryke &#187; Seebericht</title>
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	<description>Around the Sea in more than 80 days</description>
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		<title>Von Jamaica nach Kuba und zurück</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 12:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[henryke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Seebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Henryke VII]]></category>
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		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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		<description><![CDATA[Bericht über unsere schöne, 3-wöchige Segelreise von Jamaica nach Kuba und zurück: Hans-Ludwig (Halu) und ich, Artur Feese, seit 60 Jahren enge Freunde und seit 1957 segelnd, bekamen die Möglichkeit, 3 Wochen mit Uwe auf seiner neuen HENRYKE VII in der Karibik zu segeln. Abflug aus Berlin über Düsseldorf nach Montego Bay/Jamaica am 11. Februar [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht über unsere schöne, 3-wöchige Segelreise von Jamaica nach Kuba und zurück:</p>
<p>Hans-Ludwig (Halu) und ich, Artur Feese, seit 60 Jahren enge Freunde und seit 1957 segelnd, bekamen die Möglichkeit, 3 Wochen mit Uwe auf seiner neuen HENRYKE VII in der Karibik zu segeln.</p>
<p><span id="more-388"></span></p>
<p>Abflug aus Berlin über Düsseldorf nach Montego Bay/Jamaica am 11. Februar 2011.<br />
Weil wir nicht sicher waren, wann und von wo wir zurückfliegen würden, haben wir nur den Hinflug gebucht. Aber ohne gebuchten Rückflug wollte man uns in Berlin gar nicht einsteigen lassen. Wir buchten also beim Einchecken noch den Rückflug. Flug von Düsseldorf nach Montego Bay 10,5 Stunden. Das Flugzeug komplett ausgebucht und eng. Den Transport von Montego Bay nach San Antonio hatte Uwe organisiert. 3,5 Stunden mit dem Auto an der Küste entlang, teilweise sehr ärmliche Behausungen rechts und links der Strecke.</p>
<p>Herzlicher Empfang durch Uwe und Dennis, dem jungen und netten Bootsmann, den Uwe für ein paar Monate angeheuert hat. Die HENRYKE VII lag am Steg in der schönen Marina &#8220;Eroll Flynn&#8221;.<br />
Großer Kontrast zu den noch winterlichen Temperaturen zu Hause und dem sommerlichen, tropischen Jamaica.</p>
<p>Samstag, 12. Februar 2011: Einkaufen in St. Antonio und Verproviantieren. Wir gehen nachmittags noch auf Reede in der Bucht vor der Marina, schwimmen und bereiten uns vor auf unseren Törn nach Kuba. Der soll über ca. 300 Seemeilen Nordwest nach Trinidad gehen.</p>
<p>Sonntag, 13. Februar 2011: Anker auf, Ziel Trinidad. Zuerst motoren, dann kommt Wind auf, zunehmend auf 20 &#8211; 25 Knoten aus Nordost, herrliches Segeln. Das Boot läuft 8 &#8211; 10 Knoten. Vollmondnacht, nach ca. 36 Stunden fällt der Anker in der großen, flachen Bucht vor Casilda, dem Hafen von Trinidad. Es ist schon dunkel. Ohne den Kartenplotter hätten wir den Weg durch das schwierige, flache Gewässer nicht gefunden. Schwimmen, Abendessen, ausschlafen.</p>
<p>Dienstag, 15. Februar 2011: Wieder Bad im Meer, Anker auf und durch das flache Wasser in den Hafen Casilda. Dort an der Pier festgemacht. Leider können wir hier nicht einklarieren, wir müssen nach Cienfuegos, ca. 60 Seemeilen Nordwest. Also Leinen los, vorsichtig aus dem Flachwassergebiet und dann an der Riffkante in tiefem Wasser mit leichtem Wind segelnd, wir laufen wieder 8 Knoten. Enge Einfahrt in die Bucht von Ciefuegos, es öffnet sich eine weite Bucht, in der die Marina liegt. Wir machen dort an der Pier fest und warten auf Zoll, Polizei, Gesundheit. Ohne den Gesundheitscheck dürfen wir nicht an Land, d.h. wir wurden gefragt, ob wir gesund sind und das war´s. Die Offiziellen sind freundlich und höflich, besonders die beiden Damen vom Gesundheitsamt sind charmant. Abends wollen wir noch etwas unternehmen, aber ohne Kubanische Währung läuft nichts. Wir können ein paar CUC eintauschen und damit im nahegelegenen Hotel wenigstens ein paar Drinks nehmen. Eine große Hochzeitsfeier findet statt, mit ca. 100 Personen, sehr festlich, laute Musik. Nettes Gespräch mit ein paar weiblichen Gästen. Für Halu und mich ist die Verständigung schwierig, aber Uwe spricht Spanisch recht gut und Dennis fast fließend. So kommen wir auch auf Kuba ganz gut klar. Zurück an Bord, ruhige Nacht.</p>
<p>Mittwoch, 16. Februar 2011: Cienfuegos: Schiff saubermachen, danach zum Einkaufen in die Stadt mit einer Pferdekutsche, sehr gebräuchliches Transportmittel hier. Zuerst zu einer Wechselstube (Cadeca). Wir tauschen Euro in CUC (Cuba-Convertible): 1 € = 1,12 CUC. Weiter CUC in CUP (Cuba Pesos): 0,0410 CUC entsprechen 1 CUP. Im Markt in der Stadt können wir für CUP einkaufen, weil hier die Einheimischen einkaufen. Wir zahlen z.B. für 5 kg Tomaten ca. 5 CUP, also ca. 19 Cent. Billiger geht´s nicht. Das Angebot ist nicht sehr vielfältig, aber was sie haben Obst, Gemüse, Huhn, Schweinefleisch gibt es reichlich. Auf der Rückfahrt wird unsere Pferdekutsche von der überall gegenwärtigen Polizei gestoppt. Der Kutscher hätte uns nicht von der Stadt zurück transportieren dürfen. Er muss 20 CUC Strafe zahlen, und bei den paar CUP, die die Fahrt gekostet hätte, ist das ein Vermögen, die wir ihm erstatten. Mir fallen ein paar ganz nette, kleine Einfamilienhäuser auf, manche mit Autos davor. Es leben offenbar schon einige Kubaner in ganz guten Verhältnissen. Der große Teil scheint aber sehr arm zu sein. Dennoch sind sie freundlich und fröhlich, trotz der allgegenwärtigen Polizei und Bespitzelung. Zurück an Bord, Vorräte verstauen und Leinen los, Ziel Casilda und Trinidad. Leider Flaute, wir müssen motoren, aber schön, wieder unterwegs zu sein und in den Abend hineinzufahren. Durch den Kartenplotter wieder durch das Flachwasser. Gut geführt ankern wir in der Bucht, bevor wir den Morgen danach in den Hafen gehen, bzw. davor auf Reede.</p>
<p>Donnerstag, 17. Februar 2011: Mit dem Dingi durch flaches Wasser in die kleine Bucht vor dem Hotel und von dort mit dem Taxi ca. 8 Kilometer in die Stadt Trinidad, Weltkulturerbe und in der Innenstadt schön restauriert. Viel Musik in den Straßen und Plätzen, schöner Atmosphäre. Wir schlendern durch die Stadt, essen Mittag und kaufen Andenken, ich ein paar Ölbilder, die ich leider später an Bord vergesse. Zurück an Bord. Abends wollen wir noch einen Drink in dem Hotel nehmen, typischer Ostzonenbau, all inclusive und spießig. Deshalb fahren wir wieder mit dem Taxi in die Stadt und haben einen schönen Abend mit Life-Musik.</p>
<p>Freitag, 18. Februar 2011: Trinidad. Bis mittags haben wir noch mit Polizei und Zoll zu tun. Der Zöllner oder Polizist will noch mit an Bord, stempelt ein paar Papiere ab, trinkt ein paar Biere und isst ein paar Brote. 13.30 Uhr können wir los. Ziel sind die Inseln im Archipelago Los Jardines de la Reina, wo wir uns schöne Ankerplätze mit Palmen, Sandstränden, Korallen und bunten Fischen erhoffen. Das ganze Gebiet ist aber sehr flach, der Grund mit Seegras bewachsen und das Wasser leicht trübe, die Inseln sind sehr flach und mit Mangroven bewachsen. Man sieht sie erst aus kurzer Entfernung und sie bieten kaum Schutz vor Wind und Welle. Wir ankern in diesem Gebiet nur 2-mal. Ich habe manchmal den Eindruck, mitten auf dem Meer zu ankern.</p>
<p>Samstag, 19. Februar 2011: vor Anker in der Cayo Breton auf 3 m Wasser. Immer sehr vorsichtiges Herantasten an den Ankerplatz, ohne Plotter kaum möglich. An der Insel liegt ein Fischerboot. Halu rudert rüber und kauft 4,5 Kilo Red Snapper für 20 CUP, also ca. 75 Cent. Später kommt ein weiteres Fischerboot (aus Beton, ziemlich vergammelt) und wir können 10 Langusten kaufen für 30 CUC, also 27 €. Abends gibt es Langusten satt. Dennis fährt mit den Fischern zum Haifang, kommt nach 5 Stunden wieder, aber ohne Hai. Ruhige Nacht vom Samstag auf Sonntag.</p>
<p>Sonntag, 20. Februar 2011: 6 Uhr Anker auf. Weil uns das Gebiet nicht besonders gefällt, verlassen wir die Islas de la Reina und segeln bis Capa Cruz, abwechselnd schönes Segeln und Motoren. Nach Sonnenuntergang bis 30 Knoten, wir segeln hoch am Wind um 8 Knoten und erreichen Capa Cruz vor Mitternacht. Wieder Vollmond. Wir finden keinen guten Ankerplatz und motoren dicht unter Land noch 24 Seemeilen bis zu der Bucht La Marea del Portillo. Rundum gut geschützte Bucht, wenig Wind, keine Welle, guter Ankerplatz nach 170 Seemeilen. Um 4.30 Uhr fällt der Anker.</p>
<p>Montag, 21. Februar 2011: Morgens kommt ein Kontrollboot angerudert. Die Frau rudert, der Mann hat es sich bequem gemacht. Unsere Papiere werden geprüft und gestempelt. Ein weiterer Stempel ist nötig, den wir aber erst um 17 Uhr bekommen. Jetzt 12.30 Uhr, wolkenlos, sonnig und warm. Das Wasser ist flach und trübe. Ringsum ein paar kleine Häuser und ein großes Hotel. 17 Uhr: wegen der Windverhältnisse wollen wir noch heute Abend los und hoffen Santiago de Cuba nach 75 Seemeilen segelnd zu erreichen. 18 Uhr: Anker auf, Holeschlag und 19 Uhr auf Kurs Santiago. Wir hatten befürchtet, Wind und Welle gegen an zu haben, aber dicht untern Land kaum Wind und leichte Dünung. Schöne Vollmondnacht, leider mit Motor.</p>
<p>Dienstag, 22. Februar 2011: 6 Uhr am Steg der Marina festgemacht. Die Marina ist hübsch, leider schwacher Wasserdruck. Boot waschen und dann Frühstück an Deck. Ein paar Boote liegen hier am Steg, teilweise für mehrere Monate. Um 11 Uhr fahren wir mit Taxi in die Stadt und mieten ein Auto. Wir wollen 3 Tage lang eine Rundreise durch den Südost-Zipfel von Kuba machen.</p>
<p>Mittwoch, 23. Februar 2011: Wir passieren die Provinz Guantanamo, essen in der Stadt ganz nett zu Mittag, am Straßenrand kaufen wir Obst und trinken aus einer Kokosnuss. Abends erreichen wir das Städtchen Baracoa und übernachten in einem Privatquartier, sogenannte Casa Particulares. Ordentlich, sauber, Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick aufs Meer.</p>
<p>Donnerstag, 24. Februar 2011: Weiterfahrt durch den Humboldtpark, katastrophale Straßen aber schöne Landschaft, auch Mittelgebirge mit schönen Aussichten. Spät abends, schon dunkel, finden wir in 2 Casa Particulares je ein Zimmer im Ort Banes. Unsere Wirtin ist eine gepflegte, gebildete Dame. Der Vater war Professor für Kunst und hat selbst diverse Kunstwerke geschaffen und war Pianist. Das Haus eine schöne, klassische Villa mit Reparaturstau.</p>
<p>Freitag, 25. Februar 2011: Weiterfahrt nach Guardalavaca. Hier gibt es viele schöne Strände und diverse Hotels. Wir gehen in das beste Hotel Las Brigas. Schöne Anlage, all inclusive, großer Pool und weißer Strand. Ich schwimme im Meer, Uwe und Halu laufen am Strand. Später trinken wir auf Kosten des Hauses (all inclusive) einen guten Rumpunch und fahren dann weiter über die Stadt Holguin nach Hause, also zurück an Bord.</p>
<p>Halu und Artur</p>
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		<title>Pirates of the Caribbean</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 10:51:52 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Henryke hat nach zweieinhalb Wochen Atlantikreise den großen Teich erfolgreich überquert. Am Sonntagabend hat die Crew in der Nähe von Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe festgemacht. Winterwetter in Europa gegen Sonnenschein und 30 Grad in der Karibik. Berichte von Bord folgen bald &#8211; bis dahin ein neidischer Blick auf das Lokalwetter bei</p>
<p>&gt; <a href="http://www.wetter.com/guadeloupe_/pointe_a_pitre/GP3578599.html" target="_blank">wetter.com</a>.</p>
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		<title>Landallergie</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 18:46:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Finn]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Landgang]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast könnte man meinen, nach den Monaten der erzwungenen Untätigkeit habe eine Art Landallergie die Henryke und ihre Besatzung befallen: zum Guten. Dem bereits kurzen Aufenthalt auf Madeira (POR) am vergangenen Wochenende folgte nun allemal ein Zwichenstopp in Formel-1-Manier auf den Kanaren. Nur wenige Stunden nach Ankunft und um einige Einkaufstüten und etliche Liter Diesel [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fast könnte man meinen, nach den Monaten der erzwungenen Untätigkeit habe eine Art Landallergie die Henryke und ihre Besatzung befallen: zum Guten. Dem bereits kurzen Aufenthalt auf Madeira (POR) am vergangenen Wochenende folgte nun allemal ein Zwichenstopp in Formel-1-Manier auf den Kanaren. Nur wenige Stunden nach Ankunft und um einige Einkaufstüten und etliche Liter Diesel schwerer machte sich die Henryke am Donnerstag, 02.12. auf die Reise zur anderen Seite des großen Teiches. 3.000 Meilen Segelei auf Verfolgung der ARC-Yachten.</p>
<p><span id="more-306"></span></p>
<p>Der Schlag von Madeira Kurs Südsüdwest auf die Kanaren ist nur etwa 500 sm lang, aber ohne Wind sind auch diese eine mühselige Arbeit. Da der Wettergott jedoch in Sonnenhinsicht der Henryke gnädiger war als in Sachen Wind, ließ sich die Fahrt unter Motor den Aussagen der nun spätsommerlich verwöhnten Crew gut aushalten. Weiter westlich wartete ein Tiefdruckgebiet auf unbedarfte Transatlantiker, daher entschied sich die Crew der Henryke, weiter südlich über die Kanaren zu laufen. Der kleine Umweg erlaubte den besagten Boxenstopp auf Las Palmas, der zur endgültigen Proviantierung für die Atlantikquerung genutzt wurde. Selbst auf spanischen Ferieninseln sind Supermärkte auf Effizienz getrimmt, so dass sich die Henryke nur wenige Stunden nach Ankunft am Donnerstagmorgen bereits am Nachmittag wieder in dem Element befand, auf das sie so lange hat verzichten müssen. Auch die Crew war offensichtlich erpicht, versäumte Segelstunden schnellstmöglich aufzuholen.</p>
<p>Weiter geht es nun auf südsüdwestlichem Kurs auf die Nordwestecke der Kapverdischen Inseln zu. Der Passatwind hat sich bisher ob des besagten sehr südlich liegenden Tiefdruckgebiets noch nicht wie gewünscht etabliert. Teilnehmer des ARC liefen sogar bis auf 10 Grad Nord runter, um frischen Wind zu bekommen. In der Hoffnung, dass sich der Passat in den nächsten Tagen durchsetzt und einen westlichen Kurs ermöglicht, verabschiedet sich die Henryke erstmal gen Süden. Internet über Satellit gibt es noch nicht, so dass neueste Nachrichten von der Henryke erst aus der Nähe der Kapverden zu erwarten sind. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich die Landallergie der Crewmitglieder bis dahin nicht in eine Phobie gewandelt hat und in der Folge der Kurs direkt auf Guadeloupe abgesteckt wird. Es steht und fällt derzeit mit einem leicht verirrten Tiefdruckgebiet im Westen.</p>
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		<title>Die ureigenste Aufgabe der Biskaya</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 16:10:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 21. November verließ die schöne Henryke VII ihr Geburtsland Frankreich mit dem Ziel Guadeloupe.  An Bord ein Sixpack Männer, gut gemischt in drei 60+er und drei 20+er, drei Juristen und drei Nichtjuristen. Hierdurch war rein beruflich der Idealzustand erreicht, in welchem jeder Deutsche seinen eigenen Juristen hat. Von der seglerischen Erfahrung und Qualifikation her [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 21. November verließ die schöne Henryke VII ihr Geburtsland Frankreich mit dem Ziel Guadeloupe.  An Bord ein Sixpack Männer, gut gemischt in drei 60+er und drei 20+er, drei Juristen und drei Nichtjuristen. Hierdurch war rein beruflich der Idealzustand erreicht, in welchem jeder Deutsche seinen eigenen Juristen hat.</p>
<p><span id="more-301"></span></p>
<p>Von der seglerischen Erfahrung und Qualifikation her konnte man grob einstufen in drei Atlantiksegler und drei Ostseesegler, wobei der Autor eher als Ostseemitsegler zu bezeichnen ist.<br />
Die Biskaya zeigte sich über den Anblick von Schiff und  Mannschaft so erfreut, dass sie ihre ureigenste Aufgabe, die sie überquerenden  Seefahrer in Angst und  Schrecken zu versetzen, gröblichst vernachlässigte. Dies bescherte den sechs sonnige Segeltage und phantastisch schöne mondhelle Segelnächte unter einem 180-Grad Sternenhimmel und einen milden, gleichwohl antriebsstarken Nordost .  Die erfahreneren Segler prognostizierten, man habe mit der Biskaya das potentiell schlimmste Gebiet hinter sich. Zwar werde es wohl noch ein paarmal kräftig pusten bis zum Passat; dies sei aber nichts Dramatisches.<br />
Der Kurs wurde nach Südsüdwesten geändert zwecks Shortcut und die unerfahrenen Segler rechneten mit nichts anderem mehr als allmählich ansteigenden  Temperaturen, so ein Grad per 100 Meilen.<br />
Mittlerweile hatte die Biskaya sich berappelt und auf ihre traditionelle Rolle besonnen in Form eines kräftigen Sturmtiefs, dessen südliche Ausläufer sie der Henryke hinterherschickte  so nach dem Motto:  „dass  Ihr bloß keinen falschen Eindruck von mir behaltet“.<br />
In Folge nahm nicht nur der  Wind an Geschwindigkeit  zu, sondern die Wellen  änderten Frequenz und Höhe in einem Tempo, dass es den Ostseeseglern  schier den Atem verschlug.<br />
Noch schlimmer war, dass die Wellen ihre Ordnung richtungsmäßig völlig einstellten, sondern vielmehr  von rechts und links und teilweise auch von oben kamen. Eine besonders hohe und bösartige Welle krachte mit der Kraft und dem Geräusch eines riesigen Hammers auf  die  hintere Backbordseite des Schiffes und forderte einige Opfer an Zubehör einschließlich einer Rettungseinrichtung. Schließlich war auch der Verlustunserer Nationalflagge zu bemerken.<br />
Kurzzeitig  80% Schieflage – da wurden sogar unsere erfahrenen  Segler ein bisschen blass um die Nase.<br />
Danach wurden die ohnehin vorbildlichen Sicherheitseinweisungen durch unseren  Senior-Kapitän  noch verstärkt und vertieft.  Man lernt, was Seemannschaft bedeutet, nämlich auf das Schlimmste  vorbereitet sein, damit Schaden von den Menschen und vom Schiff abgewendet wird. Was dieser Zwischenfall  bewirkte, war daneben vor allem ein enormer Respekt vor den Kräften des Meeres, also der Natur.<br />
Nach einem zweitägigen Aufenthalt auf der schönen, aber sehr regnerischen  Insel Madeira, einem Five o´Clock Tea im berühmten Reids Hotel mit anschließender Parkbesichtigung  (mit Sondererlaubnis, weil wir so nett sind) geht es jetzt nach der Aufnahme von Diesel, Wasser und einer halben Tonne Lebensmittel sowie einigen Reparaturen am Schiff weiter – auf einem unter Sicherheitsaspekten etwas geänderten Kurs.<br />
Lieber etwas länger unterwegs sein, als in das für diese Jahreszeit untypisch aufkommende Tief zu geraten. Supermannschaft und Superboot – wir freuen uns auf den zweiten Teil der Reise.</p>
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